Leseprobe aus Heft: 24/2005

Monika Heer:
Das 11. Haus – Gruppen verfolgen gemeinsame Ziele

In der klassischen Astrologie werden Begriffe wie Wohltat und Hoffnungen für das vorletzte der 12 Häuser im Horoskop angeführt. „Freundschaft, Unterstützung mächtiger Herren, Vertrauen auf die Zukunft sind die wichtigsten Bedeutungen dieses Ortes“ und dieses Haus „galt in der hellenistischen Astrologie als der glücklichste Ort überhaupt.“1)  Ein paradiesischer Platz im Horoskop also, dieses 11. Haus. Doch was ist notwendig, damit dieses Paradies auf Erden Wirklichkeit werden kann? Oder ist das 11. Haus ein Haus der Träumer? Ich möchte Sie einladen, die Schlagwörter in Haus 11 mit mir gemeinsam zu betrachten, um vielleicht die eine oder andere Tür zum Paradies aufzutun.

Die Gruppe als ein Phänomen des 11. Hauses

Was ist eine Gruppe, wenn wir genau hinschauen? Soziologen haben die Gruppe und ihre Struktur genau untersucht, sie kennzeichnen Kleingruppen als eine Ansammlung von drei bis ca. 25 Personen. Doch auch Vereine wie der Deutsche Astrologen-Verband (DAV) mit ca. 1000 Mitgliedern oder die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) mit mittlerweile weniger als 600.000 Mitgliedern gelten per definitionem als Gruppe. Gruppen sind funktionsfähige Gemeinschaften, die sich über mehr als nur den persönlichen Kontakt konstituieren.

Astrologisch gesehen verwundert das nicht, denn das 11. Haus befindet sich in der Mitte des 4. Quadranten, der wahlweise als Schicksal, das Überpersönliche, die Gesellschaft (Thomas Ring), Causa Finalis (Wolfgang Döbereiner) oder als Sein (API) bezeichnet wird. Und egal, für welche Begriffe wir uns entscheiden, im vierten Quadrant wächst der Einzelne immer über sich selbst hinaus, sucht einen größeren Zusammenhang und versucht, Interessen und Ziele mit anderen gemeinsam zu verfolgen. Ob es dabei um die staatliche Anerkennung des Astrologenberufs geht oder darum, Deutschland nie wieder in einen Krieg zu führen (die pazifistische Gesinnung war bis 1999 ein Eckpfeiler der Grünen) ist erst einmal unerheblich. In beiden Fällen wird das Ziel von allen Mitgliedern getragen und befürwortet.

Ziele allerdings sind wandelbar, abhängig von jeweiligen Mehrheitsverhältnissen und Machtpositionen. Ein großes Ziel oder viele gemeinsame kleine Ziele können im Verbund leichter realisiert werden als allein. Einigkeit macht stark! Dass trotzdem in allen Gruppen einige Mitglieder immer „gleicher“ sind als andere, gehört zum Phänomen der Gruppenbildung ebenso wie der fromme Wunsch, diese Tatsache möge auf einem Irrtum beruhen. Gruppendynamiker untersuchen mit Vorliebe solche Phänomene und stellen die Frage nach festgeschriebenen Rollen in einem Gruppengefüge und nach Interaktionen zwischen den Rollenspielern. Der so genannte Gruppenjargon ist ein weiterer Untersuchungsgegenstand der Soziologie und nicht zuletzt die identitätsstiftende Funktion, die eine Gruppe für die einzelnen Mitglieder hat.

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Holger A. L. Faß:
Das 12. Haus – Verbundenheit und Egozentrik
Klassische Deutung

Wie alle fallenden Häuser – jeweils das letzte Haus eines Quadranten: 3, 6, 9 und 12 – ist auch das 12. Haus nicht gerade gut beleumundet. „Fallende Häuser gelten als schwächste Orte der Sphäre“ 1). Es ist von seiner Grundstimmung übel und man sollte bei seiner Geburt tunlichst darauf achten, dass sich hier kein Planet befindet. Leider gelingt das nicht immer. So muss, wer eine starke Betonung des zwölften Hauses mitbringt, unter anderem rechnen mit:

• Gefangenschaft, Kerker
• langen Kranken- und Irrenhausaufenthalten
• Vereinsamung
• Schicksalspessimismus
• heimlichen Feinden
• Verzweiflung
• Selbstschädigungen
• asozialen Anlagen
• Laster
• Unehre
• Strafen
• Einschränkungen aller Art
• und einem schlechten Verhältnis zur Schwiegermutter. 

Es taucht die Frage auf, warum das 12. Haus all diese Übel in sich vereinnahmt. Einerseits kann man nun darauf hinweisen, dass es früher mit Saturn in Verbindung gebracht wurde – dem großen Übeltäter. Doch diesen Hinweis finde ich nur mäßig befriedigend. Womöglich hat es damit zu tun, dass es nach der Zählweise das letzte Haus ist – also der Bereich, der irgend etwas mit „Ende“ zu tun hat; kurzum mit dem Tod. Doch der Tod taucht hier nicht selbst auf. Vielmehr scheint es sich um einen „gesellschaftlichen Tod“ zu handeln, also um den Ausschluss aus der Sozialgemeinschaft.

Freiherr von Klöckler schreibt in diesem Zusammenhang: „Zur Begründung der Mittel- und Endfeldtypologie (also der angeblichen Schwäche fallender Häuser H.F.) ist weder ideell noch empirisch etwas Sicheres aufzuweisen, man bleibt auf rein astrologische Erfahrungen angewiesen.“

Psychologische Deutung

Die meisten Astrolog/innen im deutschsprachigen Raum sind von einer streng klassischen Deutung inzwischen abgerückt. Die Psychologisierung hat auch in der Astrologie Einzug erhalten – und das zwölfte Haus wird nun in ein anderes Licht getaucht.

Das 12. Haus symbolisiert hier den Ort des Rückzugs. Es ist der Bereich, in dem der Horoskopeigner die Verbindung mit „Allem“ sucht. Also ein religiöser Bezug wird hergestellt. Planeten im 12. Haus zeigen somit Energien an, auf die man nur zurückgreifen kann, wenn man die Rückbindung (so die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „religio“) herstellt. Das geschieht fernab des Alltagstrubels besser als mittendrin. Daher lautet die Empfehlung, das Rampenlicht zu meiden und die Stille zu suchen. Man muss nicht die Religion bemühen: Das 12. Haus wird auch mit dem kollektiven Unbewussten verknüpft. Auch dies ist eine Verbindung, die über persönliche Kontakte hinausgeht.

Der Begriff „kollektives Unbewusstes“ wurde von Carl Gustav Jung geprägt. Es bezeichnet eine Art Lagerstätte: Hier landet das gesamte psychische Erbe der Menschheit. Ähnlich, wie der Körper eine evolutionäre Veränderung durchläuft, so durchläuft die Psyche einen Fortschrittsprozess. Und ähnlich, wie die evolutionäre Vergangenheit des Körpers in unserem Körper wiedergefunden werden kann, so findet man im kollektiven Unbewussten alles wieder, was irgendwann einmal von der individuellen Psyche eines Menschen ausgedrückt wurde. Je stärker das 12. Haus betont ist, umso konkreter ist der Zugang des Einzelnen zu diesem Bereich. Es ist somit ein Ort, an dem Erfahrungen gesammelt wurden – auch solche Erfahrungen, die der Horoskopeigner selbst als Person gar nicht gemacht hat. So beschreibt das 12. Haus quasi die Auflösung des individuellen Ichs. Der Einzelne geht in etwas Größerem auf; das kann auch eine Idee sein. Je stärker das 12. Haus, umso größer der Wunsch, sich hier einer großen Gemeinschaft einzugliedern. Sehnsucht spielt dabei eine Rolle. Die Sehnsucht, zu einer großen Einheit dazuzugehören.

Vielleicht ist das der Grund, warum uns das letzte Haus im Häuserkreis häufig so schwer fassbar erscheint. Wir verstehen nicht auf Anhieb unseren persönlichen Bezug dazu.

In der psychologischen Astrologie zeigt das 12. Haus zudem frühe Prägungen an. Planeten in diesem Bereich signalisieren somit Themen, mit denen das Neugeborene konfrontiert wurde. Themen, die zwar erfahren wurden, aber nicht kognitiv verarbeitet werden konnten. Erfahrungen, die hinter einem Schleier liegen; dem Schleier des Vergessens. Nur in Träumen, während der Meditation, in den Bilderwelten, in der Hypnose, also überall dort, wo der Verstand in den Hintergrund tritt, zeigen sich die alten Bilder wieder. Für die astrologische Traumdeutung kann daher Haus 12 sehr aufschlussreich sein.

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Dr. Christoph Schubert-Weller:
Kombination und Synthese – Die Kunst der Horoskopdeutung, Teil 6

4. Die Verbindung einzelner Themen und Themenkomplexe im Horoskop

Viele Themen, die im Leben eines Menschen eng aufeinander bezogen sind, sind im Horoskop dieses Menschen „technisch“ gar nicht miteinander verknüpft. Bei der Analyse beruflicher Themen betrachten wir den „Beruf“ selbst und dessen Umsetzung in täglicher „Arbeit“ als eng zusammenhängend. Aber es ist nicht nötig, dass das 10. Haus (Beruf, Berufung) und das

6. Haus (Arbeit) durch eine Konstellation – etwa Herr von 10 in 6 oder die Aspektverbindung zweier Planeten in den beiden Häusern – aufeinander bezogen sind. Es genügt für unser Vorgehen bei der Deutung, dass Beruf und Arbeit inhaltlich zusammengehören.

Wir sollten berücksichtigen, dass die Zusammenhänge, die wir beim Deuten sehen oder stiften, dass überhaupt alle Deutung, alle „Synthese“ eingebettet ist in ein jeweils kulturbedingtes Lebensverständnis. Wir Astrologen gehen gern von der Zeitlosigkeit unseres kosmischen Wissens aus und vergessen dabei die kulturelle und historische Bedingtheit unseres deutenden Tuns. Die Tiefenstruktur, in der Urprinzipien und Archetypen aufeinander bezogen sind, mag zeitlos sein. Aber in jeder Generation muss aufs Neue aus dieser Tiefenstruktur die jeweilige Oberflächenstruktur psychologischer und schicksalsbezogener Deutung abgeleitet werden.

4.1. Sven: Die Frage nach dem beruflichen Glück

Dieses Beispiel zeigt aber auch, welch wichtige Rolle Synthese in der astrologischen Arbeit spielt. Die Kenntnis von Archetypen, von astrologischen Urprinzipien trägt zum Wissen darüber bei, was die „Welt im Innersten zusammenhält“. Aber erst in der diagnostisch deutenden und in der therapeutisch-innovativen Synthese können wir erschließen, welches der augenblickliche Entwicklungsstand eines individuellen Lebensprozesses ist und wohin dieser Prozess sich entwickeln will bzw. entwickeln könnte. Die Zeit- und Kulturabhängigkeit des praktischen astrologischen Deutens ist so geradezu das Kapital des beratenden Astrologen! Die „Synthese“ etwa aus den Gegebenheiten des 10. und 6. Hauses bei einer astrologischen Berufsanalyse ist – zumindest in unserer Kultur – ein durchaus vertrauter Vorgang.

„Synthese“ bedeutet aber letztlich, dass man im Deuten einzelner Themen, einzelner Konstellationen stets auch das ganze Horoskop, den ganzen Menschen im Blick behält. Pragmatisch läuft es in aller Regel darauf hinaus, dass bestimmte Themen und Teilbereiche des Individuums jeweils besonders wichtig werden, andere dagegen aktuell weniger bedeutsam sind. Ein Partnerproblem kann gerade aktuell sein, während im Job alles gut läuft. Aber es wäre unangemessen, bei dem betreffenden Menschen von vornherein davon auszugehen, dass Partnerschaft und Berufsausübung niemals in ein Spannungs- bzw. Entwicklungsverhältnis treten könnten.

Eine gängige Deutung für Venus im 10. Haus bezieht sich auf das Glück und die Freude im Beruf. Mit dieser Konstellation sind zwei Themenbereiche kombiniert, die nicht notwendig zusammengehören. Wie steht es um das Glücksgefühl und die Freude im Beruf bei all den Menschen, deren Venus in einem anderen Horoskophaus steht? Es ist legitim, bei einem Individuum nach dem Glück im Beruf zu fragen, egal, wie im zugehörigen Horoskop die beruflichen Zusammenhänge – und die Venus – konstelliert sind

Betrachten wir im Blick auf diese Frage das Horoskop von Sven. Wie schätzen wir Sven im Blick auf seinen Beruf ein? Ist er „glücklich“? Welche Begünstigungen, welche Schwierigkeiten ergeben sich möglicherweise? Der Herr des 10. Hauses, Saturn, steht im 9. Haus. Saturn im 9. Haus kann bedeuten, dass die Sinnfrage als Problem, als Herausforderung erlebt wird. Auch sind Schwierigkeiten beim Erwerb höherer Bildung denkbar. Beide Deutungen können sich in Svens Fall, da Saturn als Herr des 10. Hauses in 9 steht, auf das Thema Beruf und Berufung beziehen. Am Sinn und der Sinnfrage muss in Svens Leben wahrscheinlich gearbeitet werden, und das kann sich auch auf den gewählten Beruf beziehen.

Sven hat einen Stier-Aszendenten, die Venus ist damit Herrscherin des 1. Hauses. Aber sie steht ihrerseits im Zeichen Widder im 12. Haus und überdies im Quadrat zum Medium Coeli. Die Venus steht gewissermaßen dreifach geschwächt: im Exil, weil im Zeichen Widder, durch ihre 12.-Haus-Stellung und durch den Spannungsaspekt zum MC. Zugleich steht sie als so genannter Geburtsherrscher und als Dominante (Venus Quadrat MC) recht „stark“. Ein „Venus“-Beruf ist denkbar, aber ob Sven damit „glücklich“ ist?

Es gilt ja hier zugleich Herr von 1 in 12. Der Horoskopeigner selbst „verschwindet“ ge-wissermaßen im 12. Haus, sieht sich selbst unwägbaren, nicht sicher bestimmbaren Widerständen ausgesetzt, die sein Hineintreten in die Welt (Aszendent, 1. Haus) untergraben (12. Haus). Ist Sven „mit sich selbst“ glücklich, mit seiner Positionierung in der Welt?

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Beatrix Braukmüller:
Eltern-Kind-Beziehungen
 

Alle Eltern-Kind-Beziehungen haben ihre eigene Problematik, selbst bei harmonischen Verhältnissen. Warum ist das so? Welche Rolle spielen unsere Eltern tatsächlich für uns, und welche Rolle spielen wir für sie? Warum gibt es so viele Kindesmisshandlungen, wenn Eltern ihre Kinder angeblich lieben?

Gehen wir davon aus, dass Kinderkriegen nicht allein nach dem Gesetz der Fortpflanzung erfolgt und dass es nach karmischen Gesichtspunkten auch kein Zufall sein kann, ob und wann wir ein Kind bekommen, dann müssen wir nach den tieferen Ursachen dieser Verbindung fragen. Ein Kind wird genau zu der Zeit geboren, die dafür „vorgesehen“ ist, um sein Schicksal mit den entsprechenden Konstellationen erfüllen zu können. Und diese Konstellationen haben auch eine wichtige Bedeutung für die Eltern, da das Horoskop des Kindes deren Transit-Horoskop ist. Das Kind spiegelt seinen Eltern also ein Leben lang die Entwicklungsphase wider, die zum Zeitpunkt seiner Geburt für diese aktuell war. Die Seele inkarniert sich also, um ganz bestimmte Erfahrungen zu machen. Aus höherer Sicht haben wir genau die Eltern gewählt, die wir brauchen, und die dazu beitragen, dass wir die Erfahrungen machen, die sich unsere Seele für dieses Leben vorgenommen hat. Als Eltern wiederum bemühen wir uns, unsere Kinder bestmöglich zu erziehen. Wenn sich das Kind jedoch nicht so verhält, wie es die Eltern wünschen und wie es die Gesellschaft akzeptiert, kann es zu Problemen zwischen Eltern und Kind kommen. Kinder tun alles, um von ihren Eltern geliebt zu werden und verändern oftmals unbewusst ihr getadeltes Verhalten, so dass es den Erwartungen der Eltern entspricht. So erfährt das Kind früh, dass es keineswegs um seiner selbst Willen als Individuum geliebt wird.

Oftmals sind in Horoskopen dieser Kinder Spannungsaspekte von Chiron mit persönlichen Planeten zu finden, insbesondere zu Sonne und Mond. Die Kinder geben ihre eigene Persönlichkeit oder ihre Seele zugunsten des Vaters (SO) oder der Mutter (MO) auf und müssen im Laufe ihres Lebens schmerzliche Erfahrungen machen, um sich selbst und ihre Seele zu finden.

Wir sollten jedoch in Erwägung ziehen, dass alles, was uns widerfährt, einen Sinn und wohl auch seine Richtigkeit hat – auch wenn wir das nicht sofort erkennen.

Kriterien zur Analyse von Eltern-Kind-Beziehungen

1. Die Konstellationen von Sonne und Saturn als Vatersymbole sowie Mond und Venus als Muttersymbole im Horoskop geben Aufschluss darüber, welches Elternbild wir haben bzw. wie wir die elterlichen Einflüsse während der frühen Kindheit wahrgenommen haben.

2. Anhand der Synastrie, dem Vergleich der Horoskope von Eltern und Kind, erkennen wir die Beziehung zwischen beiden und die damit verbundenen Anknüpfungspunkte und Schwierigkeiten.

Außerdem stellen wir anhand der einzelnen Horoskope fest, welche Aspektverbindungen bzw. welche Muster wir von den Eltern geerbt haben.

3. Das Horoskop des Kindes zeigt die aktuellen Transite – also die Einflüsse, mit denen die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes konfrontiert waren. Diese Situation wird anhand der Transite im Horoskop des Kindes manifestiert.

Die Elternsymbole im Horoskop

Bei der Zuordnung der Planeten zu den Eltern steht für mich die Sonne für das männliche, lebensspendende Prinzip, also für den Vater, und der Mond für das weibliche, empfangende Prinzip, also für die Mutter. Nach wie vor gebären Frauen Kinder, nachdem sie vom Mann befruchtet wurden, auch wenn heute im Rahmen der Gleichberechtigung die Rollen bei der Erziehung oftmals vertauscht sind, Eltern sich die Erziehung teilen oder allein erziehend sind.

Als Ergänzung symbolisiert Saturn nach meinen Erfahrungen eher den Vater (als die Mutter), und Venus gibt Aufschluss über das Bild, das die Mutter dem Kind in ihrer Rolle als Frau vermittelt (hat).

Zusätzlich könnte Mars Aufschluss über den Vater geben – analog zur Venus als Symbol für die Mutter – was ich jedoch selten beobachtet habe. Die Mars-Thematik zeigte sich eher in Form der Vorstellung vom „Wunschbild“ des Partners bei Frauen bzw. als „Wunschbild“ vom Vater oder bei Männern auch als Bild des Konkurrenten.

Unter diesen Gesichtspunkten möchte ich am folgenden Beispiel veranschaulichen, wie wir unserem Elternbild im eigenen Horoskop auf die Spur kommen. Es geht darum festzustellen, wie wir unsere Eltern wahrgenommen und erlebt haben – nicht darum, wie sie wirklich waren. Darüber kann nur die individuelle Analyse der Elternhoroskope Aufschluss geben.

Es geht mir nicht darum, dass mit dieser Analyse Entschuldigungen für bestimmte Reaktionen oder Verhaltensweisen gefunden oder Schuldzuweisungen erteilt werden, sondern darum, dass wir erkennen, was Eltern und Kind gegenseitig voneinander lernen können. Wenn wir diese Erkenntnis verstehen und akzeptieren, sollten wir auch dazu in der Lage sein, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen und eine tolerante Einstellung sowohl zu unseren Eltern als auch zu unseren Kindern zu entwickeln.

Unsere Lebensaufgabe besteht darin, unser wahres Ich zu entwickeln, unseren eigenen Weg zu finden, diesen mit allen Konsequenzen verantwortungsbewusst zu gehen und nach unseren Bedürfnissen zu leben. Dazu gehört auch, dass wir uns von den Vorstellungen unserer Eltern frei machen und ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln. Unsere Eltern tragen mit ihrem Verhalten dazu bei, uns auf unseren Weg zu bringen – wie auch immer das aussehen mag – und wir ebnen wiederum den Weg für unsere Kinder.

Beispiel: Nora

Nora kam zur Beratung, weil sie unzufrieden mit sich und ihrem Leben war. Sie weiß nicht, wer sie wirklich ist und hat auch das Gefühl, nicht sie selbst sein zu dürfen, worunter sie sehr leidet. Sie traut sich nicht viel zu, obwohl sie als PTA beruflich sehr engagiert ist. Auch hat sie den innigen Wunsch, so akzeptiert zu werden wie sie ist. Da sie zudem starke Gewichtsprobleme hat, möchte sie den tieferen Ursachen für ihre Schwierigkeiten auf den Grund gehen.

Nora wurde mit der Sonne im fixen Wasserzeichen Skorpion geboren, was darauf hinweist, dass sie eher mutterorientiert ist (weibliches SO-Zeichen) und in einer Umgebung aufwuchs, in der es vordergründig ums materielle Überleben ging. Der Vater sorgte in erster Linie für den Lebensunterhalt und wollte abends seine Ruhe haben. Er war für Nora gefühlsmäßig nur schwer erreichbar und blieb ihr immer rätselhaft.

Als Skorpion-Geborene sucht Nora nach Wärme, Liebe und Zuneigung, weil sie echte Mutterliebe vermisste. Sie neigt dazu, ihre gefühlsmäßige Unsicherheit durch Beziehungen zu überspielen und Einfluss auf den Partner auszuüben. So macht Nora viele Wandlungen im Leben durch. Da sie als Kind nicht so akzeptiert wurde wie sie war – obwohl sie nach zwei Fehlgeburten der Mutter angeblich ein Wunschkind war  – neigt Nora als Erwachsene dazu, Menschen, die ihr etwas bedeuten, zu kontrollieren oder zu manipulieren und stößt dabei auf Widerstand. Daraus kann Nora lernen, dass sie selbst sich verändern muss  – und nicht die Anderen.

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Maria Luise Mathis:
Charles und Camilla – das Combin und seine Auswirkungen

„Wahre Liebe hat immer Recht, selbst im Unrecht.“ sagte Bettina von Arnim, und sie meint damit, dass die wahre Liebe ans Licht drängt und ans Licht kommt, sich immer durchsetzt.

Die Geschichte von Charles und Camilla erschütterte nicht nur die Beteiligten zutiefst, sondern auch deren gesamtes Umfeld. Ein ganzes Volk brachte den beiden seine Abneigung entgegen, die „Ehebrecher“ wurden lange Jahre „schuldig“ gesprochen, alle Sympathie wurde Diana, der „Betrogenen“ entgegengebracht.

Aber ein Blick hinter die Kulissen mag dazu beitragen, Verständnis und Wohlwollen für das Paar aufzubringen.

Häufig entstehen Dreiecksbeziehungen, wie in diesem Falle, deshalb, weil eine vorhergehende Beziehung nicht wirklich beendet wurde. Der neue Partner hat dann eigentlich keine Chance, das Herz seines „offiziellen“ Partners zu erreichen. Er steht von Anfang an auf verlorenem Posten, hofft aber trotzdem sehr lange auf Gegen-liebe. Derjenige, der in einer vorhergehenden Beziehung festgehalten wird, ist sich dieser Tatsache manchmal gar nicht bewusst.    

Durch die Analyse der einzelnen Horoskope und der Combine kann der Astrologe Aufklärung ins Gefühlschaos von Dreiecksbeziehungen bringen.

In meiner Praxis widme ich sehr viel Zeit dem Klären der Erwartungen, die der Klient in die Partnerschaft gesetzt hat. Aus dem jeweiligen Radix-Horoskop kann das partnerschaftliche Suchbild sowie auch das Selbstbild sehr gut herausgefunden werden. Mit Hilfe der Synastrie zeige ich dann auf, inwieweit die jeweiligen Wünsche zur Deckung gebracht werden können. Das Combin schließlich bringt Aufschluss darüber, wie das Leben miteinander aussehen kann. Es ist das Partnerschaftshoroskop, das erkennen lässt, WAS Menschen zusammenführt, AC, und WAS sie gemeinsam erreichen wollen, MC, und WIE sie das erreichen wollen, Sonne. Durch das Combin ist die QUALITÄT, der INHALT und der SINN einer Beziehung beschreibbar. Der Vorteil des Combins besteht vor allem darin, dass es ein autonomes Horoskop ist, das ich später ausführlich erkläre. Deshalb kann es dirigiert werden wie ein normales Horoskop. Man kann alle Hilfshoroskope wie Progressiv, Regressiv, Tertiär, Diurnal, Transite und Solar eines Combins berechnen. Damit ist das Combin ein wertvolles Instrument, das es mir ermöglicht, den Klienten aufzuzeigen, was sie im Moment tun können, um ihre Beziehung optimal zu gestalten. Das Combin ist somit eine einzigartige Methode, das in seiner präzisen Aussagekraft kaum zu übertreffen ist. In diesem Artikel werde ich auf die Einzelhoroskope nur sehr kurz und auf die Synastrie gar nicht eingehen, um mich ausführlich der Erläuterung des Combins zu widmen.

Im Drama dieser Geschichte gibt es drei Hauptrollen. Die Personen der Handlung sind: Prinz Charles, Prinzessin Diana und Camilla.             

Eine kurze Partnerfähigkeits-Analyse von Charles:

Der Löwe-Aszendent in der Radix von Prinz Charles wird seinem Anspruch zu herrschen gerecht. Pluto im 1. Haus verstärkt diese Ambitionen enorm. Er liebt es, im Rampenlicht zu stehen und ist bemüht, ein würdiger Königsohn zu sein. Mit seiner Sonne in Skorpion verfügt er über mächtige Seelenkräfte und leidenschaftliche Gefühle, mit denen er andere in seinen Bann ziehen, denen er aber auch selbst ausgeliefert sein kann. Viele seiner Handlungen dienen der Steigerung seiner eignen Macht. Durch Mars in Schütze im

5. Haus besitzt er Mut und Kampfgeist, begeistert sich für Sport und hat großes Vertrauen in seine männliche Kraft. Er ist ein stürmischer Liebhaber und setzt gerne alles auf eine Karte.

Diesem kraftstrotzenden Selbstbild steht mit DC in Wassermann der Wunsch nach einer ungewöhnlichen und originellen Partnerin gegenüber. Sein Freiheitsanspruch in der Partnerschaft verlangt auch Distanz in der Beziehung.  Es sucht eine liebeswürdige, sinnliche Partnerin, Mond in Stier, die stets bereit ist, sein großes Verlangen nach Liebe und Zärtlichkeit zu stillen. Da sich sein Mond im 10. Haus befindet, verlangt er von seiner Partnerin, dass sie ihm bei seinen öffentlichen Aufgaben zur Seite steht. Die domizilierte Venus lässt ihn nach einer charmanten, eleganten und kontaktfreudigen Partnerin suchen.

Natürlich müsste man auf die einzelnen Aspekte der Planeten eingehen, aber darauf will ich zugunsten der Combindeutung verzichten.

Ebenso kurz: das Selbst- und Suchbild von Camilla aus ihrem Radix-Horoskop

Wie Charles hat Camilla einen Löwe-AC, also ist sie eine ebenso anspruchsvolle und  vitale Persönlichkeit. Voller Schwung und überschäumender Lebensfreude versucht sie, andere zu beherrschen und in ihren Bann zu ziehen. Sie ist bekannt für ihr zielstrebiges und energisches Vorgehen in Herzensangelegenheiten. Mond und Venus in Krebs im 12. Haus verraten eine sehr sensible und kindliche Seite von Camilla, die dazu neigt, Zuwendungen mit Nachdruck einzufordern. Sie ist eine sehr romantische und hingabefähige Frau, durch ihre Empfindungsfähigkeit aber auch großen Stimmungsschwankungen ausgesetzt. Verdrängte Anteile ihrer Weiblichkeit begünstigen heimliche Liebschaften. Die starke 12. Haus-Besetzung zeigt viele Entbehrungen und ein Leben im Verborgenen an, Ruhm und Anerkennung können trotz großer Anstrengungen ausbleiben oder erst im späteren Leben erlangt werden. Mit dem DC in Wassermann stellt sie große Freiheitsansprüche in der Beziehung, sucht sie einen ungewöhnlichen Partner. Sie sehnt sich mit der Sonne in Krebs nach einem beschützenden und liebevollen Mann, der zu tiefen Gefühlen fähig ist.  Die Sonne im 12. Haus lässt sie vom Märchenprinzen träumen, den man höchstens im Geheimen lieben darf. Verbotene Liebschaften üben einen besonderen Reiz auf sie aus. Der Partner soll aber ebenso ein guter Freund sein, mit dem man interessante Gespräche führen und durch dick und dünn gehen kann, Mars in Zwillinge im 11. Haus.

Eine Radix-Analyse von Diana ihr Selbst- und Suchbild betreffend

Ihr AC in Schütze zeigt Diana als eine weltoffene und optimistische Persönlichkeit. Stets hohe Ziele verfolgend ist es ihr ein Anliegen, ihre Rolle vorbildhaft zu spielen. Sie wird von edlen Gefühlen geleitet, neigt aber zur Selbstgerechtigkeit. Durch den Mond in Wassermann braucht sie viel Freiheit und ist stets auf ihre Unabhängigkeit bedacht. Auf Druck und Zwang reagiert sie rebellisch und mit unberechenbaren Gefühlsschwankungen. Innere Unruhe macht sich breit, wenn sie das Gefühl hat, nicht dazuzugehören. Gleichermaßen sucht sie sinnliche und körperliche Nähe, da sich ihre Venus in Stier im 5. Haus befindet. Sie liebt den Luxus, ist besitzergreifend und neigt zur Eifersucht.

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Dane Rudhyar:
Venus im Geburtshoroskop

Hinter jedem Wunsch, zu handeln und sein Selbst nach außen auszudrücken (Mars), gibt es einen Wert, der anspornt und die Vorstellungsbilder und Gefühle leitet. Dies sind psychologische Faktoren, die sich alle auf die Venus-Funktion beziehen.

Symbolisch gesprochen steht Mars für den Prozess der „Keimung“ auf allen Ebenen, und Keimung setzt einen „Samen“ voraus. Venus regiert alle „Samen“, sei es der konkrete Samen biologischer Organismen oder ein entsprechender Faktor im Gebiet psychologischer, mentaler und spiritueller Aktivität. So wie man am Ursprung jeder Kultur und Religion einige grundlegende Saatideen, Archetypen (Jung) oder Hauptsymbole (Spengler) finden kann, so ist jede individuelle Person in ihrem Verhalten (Mars) durch einige wenige grundlegende Vorstellungen, Gefühle oder persönliche Leitmotive bestimmt, die sich in ihrer Psyche als Ergebnis früher Lebenserfahrungen gebildet haben. Wenn sich diese verfestigen und eine zwingende, unbewusste oder halbbewusste Kraft erlangen, nehmen sie den Charakter psychologischer Komplexe an; doch auch wenn sie regulierbar und beeinflussbar durch neue Erfahrungen und größeres Wissen oder Weisheit bleiben, sind sie noch immer die Kraft hinter dem Thron des Egos, das den Wunsch des Individuums nach Selbstausdruck in äußeren Taten bestimmt.

Venus, als ein positiver verhaltensbestimmender Faktor im Innenleben des Menschen, wird hauptsächlich auf das Tierkreiszeichen Waage bezogen (ihr „Tag-Haus“) und auf die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche, die symbolische Zeit, in der der reife Samen von der Pflanze, die ihn hervorgebracht hat, losgelassen wird.

Venus als Herrscherin des Frühlingszeichens Stier (ihr „Nacht-Haus“) ist andererseits dem positiven Mars im Widder untergeordnet, der Energie im Innersten der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche. Venus ist dann diejenige, die dem Mars-Impuls und der nach außen gerichteten Initiative Substanz gibt. Sie ist die Frau, die ihrem Mann Kinder „gebiert“ und seinem Wunsch nach Selbstausweitung in einem Nachkommen verwirklicht. So ist, allgemein gesprochen, Venus in den ersten Frühlingszeichen des Tierkreises weitgehend von der Mars-Funktion abhängig, die ihr Richtung und Zweck verleiht – Venus als eine instinktive Fruchtbarkeitskraft. Doch wenn sie sich in Herbstzeichen befindet, nimmt Venus eine sehr positiv bestimmende Energie an, die zum Guten oder Schlechten das emotionale Leben beherrscht.

Sowohl die alte Mythologie als auch die traditionelle Astrologie betrachteten Venus als Sterndarsteller in zwei wechselnden Rollen; als Abend- und als Morgenstern – Venus Hesperus, die man am westlichen Himmel unmittelbar nach Sonnenuntergang sehen kann, und Venus Luzifer, am östlichen Himmel bei Morgendämmerung, Verkünderin des Sonnenaufgangs.

In astrologischen Begriffen ist Venus Hesperus eine Venus, deren zodiakale Länge größer als die der Sonne ist (z. B. Sonne auf 0° Waage, Venus auf 10° Waage). Venus Luzifer ist eine Venus mit einer Länge, die kleiner als die der Sonne ist und somit vor der Sonne aufgeht.

Venus Luzifer, als Morgenstern, der „vor der Sonne aufgeht“, bezieht sich auf eine emotionale Aktivität, die man symbolischerweise als dem Selbst vorauseilend bezeichnen kann. Dies bedeutet nicht notwendigerweise eine extravertierte oder  besonders intensive oder unbehinderte Art emotionalen Lebens – obwohl sie oft zu einer solchen allgemeinen Bedeutung tendiert. Sie weist grundsätzlich auf eine Person, die nach außen geht, um die Welt (und besonders andere Menschen) mit großer Erwartung zu treffen, als ob das Leben selbst von den Ergebnissen des Treffens abhängt; trotzdem mag die Person äußerlich kalt und zurückhaltend erscheinen, wenn diese Erwartung frustriert wurde und sich in ein Gefühl tiefer Enttäuschung wandelte – eine Kälte, die nur eine Maske des Selbstschutzes ist.

Venus Luzifer wird durch die Gefühlsqualität der Jugend dargestellt. Die Antennen des Gefühlslebens werden aufs Weiteste ausgestreckt. Hier gibt es ein grundlegendes Gefühl persönlicher Unsicherheit, und die Gefühle dienen hauptsächlich als Führer und Wegweiser. Im späteren Leben kann man diesen Gefühlen den reiferen und mehr geachteten Namen „Intuitionen“ geben; doch die Natur des Prozesses bleibt grundsätzlich die gleiche. Das Individuum „fühlt“ Situationen und Personen in einem Akt nahezu unmittelbaren ethischen Urteils. Sie sind gut oder schlecht – für den Menschen und zu dieser bestimmten Zeit. Das Individuum handelt, wie es fühlt handeln zu müssen, und es strahlt oft von ihm eine Gefühlsansteckung aus, eine „Gefühlswärme“.

In dieser Kategorie finden wir zufällig ausgewählt folgende Namen: Richard Wagner, Vincent van Gogh, Jean Jacques Rousseau, Napoleon I., Mussolini, Maria Montessori (die große Erzieherin), F. D. Roosevelt – und das Geburtshoroskop der USA.

Venus als Abendstern ist ein Symbol für das Gefühl nach der Tat, d. h. eine Emotion, die das Ergebnis von und ein Urteil über eine ausgeführte Tat ist. Diese Art von Urteil ist gewöhnlich abgestuft; die Aktion diente als ein „Test“, und der

Weise-in-der-Seele sitzt zu Gericht und gibt dem Menschen-in-der-Tat eine „Note“, nachdem er den Fall studiert hat. Das Urteil ist entweder ästhetisch oder gesetzmäßig.

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Dr. phil. Baldur R. Ebertin:
Die Erweiterung der Europäischen Union (EU) und das Schicksal
der europäischen Völker

Seit dem 1. Mai 2004 ist die Europäische Union (EU) auf 25 Staaten angewachsen. Hinzugekommen sind: Tschechische Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien, Slowakei.

Diese Erweiterung ist keineswegs nur eine Frage von ausgehandelten Verträgen; vielmehr sind außergewöhnliche und in ihrer Art einmalige Probleme entstanden, und ein Ende der wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Aufgaben ist bei weitem noch nicht abzusehen. Die seit Jahren bestehende hohe Arbeitslosigkeit und damit verbundene „Völkerwanderung“ von Ost nach West ist dabei nur eines der zu lösenden Projekte.

Ein Blick auf die kosmischen Strukturen für den 1. Mai 2004 aus Planeten, Aszendent und Medium Coeli zeigt aber deutlich, dass die Erweiterung der EU im Laufe der kommenden Jahre für alle Staaten als positiv und erfolgversprechend angesehen werden kann. Im Horoskop, Seite 10, lassen sich kosmische Signaturen erkennen, deren Bedeutung wir in unsere Sprache übersetzen wollen.

Es sei erlaubt, an dieser Stelle herauszuschälen, wie sich die EU auf Deutschland auswirken kann. Deshalb wurde als „Geburtsort“ nicht Brüssel, sondern Berlin eingesetzt.

Beginnen wir mit der Position des Aszendenten für den Beginn des neuen Vertrages. Wir finden ihn im Zeichen Schütze, in enger Konjunktion mit Pluto und in Opposition zu Venus und Mars in Schütze. Verstärkend kommt noch das Quadrat zum Mond in Jungfrau hinzu, so dass wir von einem so genannten T-Quadrat sprechen können.

Auch der Merkur in Widder spielt eine Rolle, indem er zu Pluto/Aszendent ein Trigon bildet. Das alles ist eine außergewöhnliche Signatur, die wir nachfolgend als Struktur  (Abb. rechts) erfassen wollen:

Diese kosmische Symbolik wollen wir nun in unsere übliche Sprache übersetzen.

Aszendent/Schütze:

Die „höhere Ordnung“ suchen. Idealistisch, begeisterungsfähig sein.

Pluto/Schütze:Weltweites Aufbrechen humanitärer Ideen; neue Ideale und Ideologien.

Mond/Jungfrau: Seine Gefühle kontrollieren wollen. Ordnung zwischen den Völkern (Mond steht in der Mundan-Astrologie für das Volk) schaffen wollen.

Venus/Zwillinge: Vielfache Sympathien erstreben.

Mars/Zwillinge: Mehrere Aufgaben möglichst gleichzeitig angehen und erfüllen wollen.

Pluto Konjunktion AC Quadrat Mond: Große Völkergemeinschaften wollen

(sollen) eine Gemeinschaft mit humanitären, den Menschen dienenden Aufgaben werden.

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2005 © B.Braukmüller

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Beatrix Braukmüller, geprüfte Astrologin DAV + Heilpraktikerin für Psychotherapie

Uhlandstraße 2

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